Ein Jahr Bauzeit und 120 Arbeitsplätze mehr für Steinau 

Bürgermeister Christian Zimmermann und Bundestagsabgeordneter Johannes Wiegelmann besichtigen neues Logistikzentrum im Gewerbegebiet

Es hat eine beeindruckende Größe und eine noch spannendere Bauhistorie: Das neue Logistikzentrum im Steinauer Gewerbegebiet steht kurz vor seiner Fertigstellung. „Uns ist hier ein großer Coup gelungen. Die Ansiedlung dieses Zentrums ist für Steinau ausschließlich gewinnbringend“, sagte Bürgermeister Christian Zimmermann. Er besichtigte das Areal gemeinsam mit Bundestagsabgeordnetem Johannes Wiegelmann.  

Das Logistikzentrum entsteht im Auftrag der Lactalis-Gruppe aus dem oberbayrischen Grasbrunn. Aufgeteilt auf drei Hallen, unter anderem mit Kühlung, möchte Lactalis seine Lebensmittelprodukte in Steinau lagern. Mitverantwortlich für die Realisierung des Projektes sind die beiden Firmen Scannell Properties und ID Logistics. Die bebaute Fläche ist insgesamt 32.500 Quadratmeter groß, der Geländeunterschied vom tiefsten bis zum höchsten Punkt ist beeindruckende 23 Meter groß. Der Baustart erfolgte im September 2025, im Herbst dieses Jahres soll das Zentrum in Betrieb genommen werden. 

Christian Zimmermann zeigte sich von der Baugeschwindigkeit beeindruckt. Eines seiner großen Ziele der vergangenen Jahre war es, das Gewerbegebiet komplett zu vermarkten. „Das ist uns gelungen. Alle noch nicht bebauten Flächen sind bereits veräußert. Die Ansiedlung von Unternehmen sichert Gewerbesteuereinnahmen und Arbeitsplätze. Davon profitieren alle in Steinau und den Stadtteilen. Es freut mich, dass wir durch gute, konstruktive Gespräche mit den Gremien für eine sehr schnelle Baugenehmigung gesorgt haben.“ Ziel müsse es sein, in Zukunft weitere Industrie- und Gewerbeflächen auszuweisen, um noch mehr Unternehmen in Steinau anzusiedeln.

Das neue Logistikzentrum stellt zunächst 80 Mitarbeitende ein und erhöht im Laufe der Jahre auf 120. Bundestagsabgeordneter Johannes Wiegelmann sagte: „Die Wertschöpfung für Steinau ist enorm. Allein im vergangenen Jahr gingen im Main-Kinzig-Kreis rund 1100 Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe verloren. Da ist es sehr richtig, dass der Bürgermeister das Thema Wirtschaft so intensiv forciert.“

Denise Kurzeknabe ist Bauleiterin beim ausführenden Logistikbau-Unternehmen Fabrikon. Sie führte Zimmermann und Wiegelmann über das Gelände und sagte: „Wir hatten mehrere Herausforderungen. Der Höhenausgleich erforderte viel Planung, und die Witterung im Winter machte uns auch zu schaffen.“ Und trotzdem wird nach knapp einem Jahr nun die Einweihung gefeiert. Aktuell sind die Handwerker dabei, die große Photovoltaikanlage mit einer 2,7-Megawatt-Einspeisung ins Netz zu installieren. Auch an der Außenanlage des Geländes laufen die letzten Arbeiten. 

Einen kurzen Abstecher machten Christian Zimmermann und Johannes Wiegelmann zum städtischen Regenrückhaltebecken, das unterhalb des Logistikzentrums gebaut wurde und 3400 Kubikmeter Wasser vorübergehend speichern kann. „Steinau ist für die Zukunft gut aufgestellt. Ich freue mich, dass Johannes Wiegelmann sich heute genau davon ein Bild machen konnte. Es ist wichtig, gute Kontakte nach Berlin zu pflegen“, sagte Christian Zimmermann abschließend. 

Zimmermann kandidiert bei der Wahl am 27. September erneut für das Bürgermeisteramt von Steinau an der Straße.